
Heidelberg ist eine Stadt mit einer aktiven politischen Kultur, die für Vielfalt und demokratische Werte steht. Das zeigt sich unteren anderem bei unseren Demonstrationen immer wieder eindrucksvoll: Zu unserer ersten Demo im Januar 2024 gingen 18.000 Menschen auf die Straße, um ein klares Zeichen gegen den Rechtsruck in Deutschland zu setzen. Dieser Impuls wurde durch unsere gemeinsame Arbeit verstetigt und mündete in vielen weiteren Aktivitäten, wie weiteren Demonstrationen, die viele tausend Menschen auf die Straße brachten, zuletzt in diesem September.

Auch mit der zweiten Iteration der Reihe Heidelberg-WIRkt am 17. Oktober 2026 wollen wir diesmal nicht auf einen Angriff auf die Demokratie reagieren, sondern erneut ein positives Signal für die Heidelberger Zivilgesellschaft aussenden und deren Vielfalt feiern. Dazu knüpfen wir an das Heidelberg-WIRkt-Festival vom Oktober 2025 an.


Organisiert wird „Heidelberg WIRkt für alle*“ diesmal gemeinsam vom Beirat von Menschen mit Behinderungen und dem Heidelberger Bündnis „Kein Schritt Nach Rechts“.
Seit März 2008 hat die Stadt Heidelberg einen Beirat von Menschen mit Behinderungen. Damit gibt es für die über 20.000 Menschen mit Behinderungen und chronischer Erkrankung, die in Heidelberg leben, eine kontinuierliche und organisierte kommunale Interessenvertretung. Mit dem Begriff Behinderungen ist jegliche Art von Behinderung/chronischer Erkrankung gemeint.
Der bmb sieht sich als Vertreter der gesellschaftspolitischen Interessen von Menschen mit Behinderungen. Außerdem ist er zentraler Ansprechpartner für alle Belange von Menschen mit Behinderungen für Gemeinderat und Stadtverwaltung und arbeitet eng mit der Kommunalen Behindertenbeauftragten zusammen.
Das Bündnis „Kein Schritt Nach Rechts“ ist als Reaktion auf das Erstarken und die Normalisierung von faschistischem Gedankengut in Deutschland entstanden. Das Bündnis besteht aus einem in der Breite in Deutschland einzigartigen Zusammenschluss von Institutionen, Gruppierungen und Einzelpersonen und will eine Plattform für Diskurs, Kommunikation und Aktionen für demokratische Werte sein. Zudem fungiert es als Sammelbecken für die nicht mehr schweigende Mehrheit in Heidelberg, die sich gegen zunehmende rechtsextremistischen Tendenzen in unserem Land solidarisiert.
Informationen zum Bündnis, dem von seinen Mitgliedern unterzeichneten Manifest und seinen Aktivitäten gibt es unter https://keinschrittnachrechts.de/.
Wir sind verschieden, und das ist gut so. Wir sind viele und lassen uns nicht spalten. Wir vertrauen der Stärke der Gemeinschaft und der Kraft des Zusammenhalts. Wir wirken solidarisch für Menschenrechte, Inklusion und Demokratie. Heidelberg WIRkt soll wieder eine schöne und sichere Veranstaltung für alle Teilnehmer:innen sein. Beachtet deshalb bitte unsere Verhaltensregeln und unsere Hinweise zur Barrierearmut.
Wir haben ein Awareness-Team, das jederzeit für alle ansprechbar ist und sich darum bemühen wird, dass sich alle wohl und sicher fühlen können.
Wir wollen möglichst allen Menschen ermöglichen, beim kompletten Programm dabei zu sein. Wir achten deshalb bei der Planung und Durchführung auf möglichst weitreichende Barrierearmut. Für Hinweise, wo und wie wir Barrieren weiter abbauen können, sind wir immer dankbar.
Details folgen hier in Kürze.
Von 15 bis 19 Uhr gibt es in der Chapel in der Südstadt und auf deren Außengelände einen Markt der Möglichkeiten mit Infoständen, Kinderprogramm, Diskursformaten und Mitmach-Aktionen. Ab 17 Uhr findet parallel in der Chapel ein Podiumsgespräch zum Thema “Willkommen am Rand der Gesellschaft” statt. Und was wäre ein WIRkt-Tag ohne gute Mucke? Ab 19 Uhr geht unsere Party ohne Ausgrenzung ab. Dafür haben wir ein feines Line-up aus regionalen und überregionalen Bands zusammengestellt.
15:00 bis 19:00
Markt der Möglichkeiten
Von 15 bis 19 Uhr präsentieren beim Markt der Möglichkeiten Initiativen und Organisationen aus Heidelberg und Umgebung. Der Markt der Möglichkeiten findet bei gutem Wetter im Außenbereich der Chapel statt. Als Besucher:innen könnt Ihr verschiedene Initiativen kennenlernen, Materialien mitnehmen, Fragen stellen, ins Gespräch kommen und bei verschiedenen Aktionen selbst aktiv werden.
15:00 bis 19:00
Kinderprogramm
Auch Kinder kommen auf ihre Kosten: ob Stempelralley an den Infoständen, spannenden Geschichten in der Vorleseecke lauschen oder die eigene Kreativität beim Erstellen eines Wandbildes entdecken, Heidelberg WIRkt auch hier verbindend und sensibilisierend.
Stempelralley
Schnappt euch eine Stempelkarte und sammelt an den Ständen beim Markt der Möglichkeiten Stempel. Habt ihr alle zusammen? Dann winkt euch eine kleine Belohnung für eure Mühen. (für Kinder allen Alters)
Wandbild
Wir wollen zusammen ein schönes, großes Wandbild gestalten und brauchen dafür deine Hilfe. Wenn du 8 Jahre oder älter bist und gerne malst, komm vorbei und trage deinen Teil zum großen Gesamtkunstwerk bei. Wir freuen uns auf dich! Bei schönem Wetter findest du uns von 15-17 Uhr draußen, bei Regen in der Chapel im kleinen Besprechungsraum im 1. UG.
In der Vorleseecke
Wir lesen gemeinsam Geschichten übers Freunde finden und Dazugehören.
Was Dir an den Geschichten am besten gefällt, kannst Du aufmalen und an unseren Wunschbaum hängen.
Sollte es regnen, findet das Vorlesen von 17-18 Uhr in der Chapel statt. (ab ca. 3 Jahren)
Wunschbaum für eine gerechtere Welt
Was wünschen wir uns für eine gerechtere Welt? Was braucht es, damit sich Kinder wohl und sicher fühlen? Schreibt, malt oder klebt auf bunten Blättern was euch dazu einfällt und schafft einen Baum, der für Hoffnung und Zusammenhalt steht. Jeder Wunsch ist ein Blatt – gemeinsam machen wir den Baum stark und bunt!
Alle* sind eingeladen ihr Wünsche für eine gerechtere Welt zu äußern – nicht nur die Kinder! Denn Armut und Ausgrenzung kennen kein Alter.
(für Menschen allen Alters, 15-19 Uhr)
15:00 bis 17:00
Diskursformate und Mitmach-Aktionen
Verschiedene Diskursformate laden zudem dazu ein, miteinander statt übereinander zu sprechen, zuzuhören und eigene Perspektiven zu hinterfragen. Beim „Literarischen Speed-Dating“, bei „Zuhören durch Diskussion“ und unter dem Titel „Stellt euch vor, ich hab‘ mal gedacht, dass …“ geht es um Austausch, unterschiedliche Positionen und die Bereitschaft, sich mit den eigenen Vorstellungen auseinanderzusetzen.
Literarisches Speed-Dating (15:15 Uhr – 16:15 Uhr)
Bücher daten, mit Menschen ins Gespräch kommen
Welches Buch (gern zum Thema Armut und Ausgrenzung) sollten andere Menschen aus deiner Sicht unbedingt lesen? Und welche anderen interessanten, lesenswerten Bücher gibt es noch? Im stetigen Wechsel tauscht ihr euch zu zweit über eure (vielleicht mitgebrachten?) Bücher aus. Dafür habt ihr jeweils insgesamt 10 Minuten Zeit. Welches vorgestellte Buch schafft es in eure persönliche Shortlist?
Zuhören durch Diskussion (15:00 bis 15:30 und 16:00 bis 16:30)
Hier vertreten die Teilnehmer:innen ihre eigene Meinung zu einer Ja/Nein-Frage (z.B. „Sollten Zoos verboten werden?“), und setzen sich an einem Tisch mit strikter Zeitkontrolle (Schachuhr) einer Person mit der Gegenmeinung gegenüber. Die Zeiteinteilung erfolgt frei, aber das Gespräch endet, sobald die Zeit auf einer Seite ausläuft, d.h., wenn die Redezeit ausgeschöpft werden soll, müssen die Redeanteile gleich verteilt sein.
Stellt euch vor, ich hab‘ mal gedacht, dass… (15:30 bis 16:00 und 16:30 bis 17:00)
Bei diesem Format in Kleingruppen erzählt jede:r reihum eine kurze persönliche Geschichte. Dabei kann es um die Erkenntnis gehen, einmal falsche Vorurteile gehabt zu haben, aber auch um eigene kolossale Fehleinschätzungen allgemeiner Art. Schließlich denken wir heute anders als vor fünf Jahren, und werden in fünf Jahren auch anders denken als heute. Eine Kommentierung oder gar Bewertung der Geschichte durch die anderen Teilnehmer:innen findet nicht statt.
17:00 bis 19:00
Podiumsgespräch „Willkommen am Rand der Gesellschaft
Bei „Willkommen am Rand der Gesellschaft“ erwartet euch ein etwas anderes Podiumsgespräch über Armut, Ausgrenzung, Privilegien und gesellschaftliche Teilhabe – gemeinsam mit Vertreter:innen der Stadtgesellschaft, der Lokalpolitik und euch!
19:00 bis 22:00
Party ohne Ausgrenzung
Mit den Bands Vinyl, New Horizon und Abraxa!
Weitere Details zu den einzelnen Programmpunkten und den Bands gibt es bald hier.
Alle Veranstaltungen finden in und um das Südstadt-Bürgerzentrum Chapel in der Rheinstraße statt.
Die nächstgelegenen Haltestellen für den öffentlichen Nahverkehr sind „Berthold-Mogel-Straße“ und „Rheinstraße“. Vom Hauptbahnhof aus fährt unter anderem die Buslinie 757 (Richtung „Schatthausen“) und vom Bismarckplatz unter anderem die Buslinie 29 (Richtung „Boxbergring“).
Das Heidelberger Bündnis „Kein Schritt Nach Rechts“ ist weder ein Verein noch erhebt es Mitgliedsbeiträge. Es lebt allein vom ehrenamtlichen Engagement seiner Mitglieder, die sich mit viel Zeit, Herzblut und Fantasie einbringen. Um Heidelberg-WIRkt zu verwirklichen, bauen wir auf den Einsatz vieler Mitwirkender und brauchen deine Unterstützung.
Mach Werbung: Erzähl deiner Familie, deinen Freund:innen, deinen Nachbar:innen, deinen Kolleg:innen, deinem Sportverein, deinem Chor, deiner Theatergruppe, dem/der Friseur:in deines Vertrauens und allen anderen, die es wissen sollten, davon. Lade dir unsere Sharepics herunter und teile sie auf deinen Social-Media-Accounts. Wenn du möchtest, kannst du das Heidelberger Bündnis „Kein Schritt nach Rechts“ in deinen Posts markieren (du findest uns auf Bluesky, Facebook, Instagram und Mastodon).
Unterstütze uns mit einer Spende (wenn es dir finanziell möglich ist). Wir haben ein Konto bei OpenCollective, über das gespendet werden kann und sind dankbar für jeden Betrag!
Dieser Internet-Auftritt wird betrieben von Aktiven im Heidelberger Bündnis „Kein Schritt Nach Rechts“ und dient ausschließlich zur Information über das Veranstaltungen im Rahmen der Reihe „Heidelberg WIRkt“.
Kontakt: Thomas Kraus, Schauenburgstr. 39, 69221 Dossenheim, akevents@keinschrittnachrechts.de
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Letzte Aktualisierung:
08.10.2026 18:48